Zunächst einige Bilder von einem intensiven, eindrücklichen Tag mit Besuch zweier Kooperativen “de base” unter dem “Dach” der Kooperative Prodecoop in Miraflores, im Norden der Stadt Estelí in Nicaragua. Ein ausführlicher Bericht sowie Bilder in besserer Qualität folgen.

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  • http://www.prinsessakatha.wordpress.com Katha

    geniale Bilder Ben! Kaffeekirschen…will man grad anfassen! Bringste ein paar mit rüber auf dem Rückweg?

  • Benjamin Hohlmann

    Von den Kirschen eher nicht. Sie sind übrigens recht süss und gar nicht unlecker. Aber die zwei Kaffeebohnen stecken derart gross in der Mitte der Kirsche, dass sie kaum Fruchtfleisch haben. Viel erstaunlicher anzufassen sind die Kirschen nach dem entpulpen, sprich wenn das Fruchtfleisch weg ist. Dann trocknen sie ja und wenn man da die Hände hineinsteckt, raschelt es wie bei einem Regenrohr (die mit Reis drin).

  • Johannes Sieweke

    Sehr schöne Bilder, die einen guten Eindruck vermitteln. Plantage und alles sieht sehr natürlich aus. Die Arbeit scheint aber relativ hart zu sein… und bis wir dann den guten Kaffe im Tässlein haben! – Er ist wirklich absolut tasty! Grosses Kompliment. Wir hier im 1. Stock der Mitte in Basel, sind uns einig: suuper! (bitte weitersagen)

  • Benjamin Hohlmann

    Die Bilder sind übrigens von Felix. Und Moritz hat gefilmt. Den Film gibt es aber erst nach der Reise.

  • http://www.livingpool-photography.com Dirk Wetzel

    Hallo zusammen!
    Hab mich schon gewundert dass der Kleine nirgens zu sehen ist. Passt gut auf euch auf und viel Spass. Hab gestern grad ne Doku über die Herkunft derTschibo Bohnen gesehen und kanns mir sehr gut vorstellen wie ihr da hoch und runter klettern müsst…
    Frag mal nach Kinderarbeit und wie deren Einstellung dazu. Zu Erntezeiten wird sichs wohl kaum vermeiden lassen…, eh?
    Bis bald!
    Dirk

  • Benjamin Hohlmann

    Lieber Dirk,
    danke für Deinen Kommentar und die wichtige Frage nach Kinderarbeit! Die Frage nach Kinderarbeit habe ich gestellt und mich auf vorher schon damit auseinandergesetzt. Es ist wichtig, auf diese Frage mit einer veränderten Perspektive zu schauen, denke ich. Aus der Perspektive Europa erscheint uns vieles schnell als Kinderarbeit und ist in der Tat in Europa auch undenkbar oder kaum denkbar. Auch in “unseren” Kaffee-Kooperativen arbeiten Kinder mit. Jedoch gehen sie primär zu Schule. Das ist zunächst der grosse Unterschied zur “klassischen” Kinderarbeit. In der “klassischen” Kinderarbeit ist die primäre Aufgabe arbeiten. Das was ich beobachtet und auch erfragt habe ist, dass bei Prodecoop z.B. die Kinder hier und dort ihre Eltern unterstützen und mitarbeiten. Jeweils auf dem eigenen Grund und Boden der Familie. Das wiederum ist jedoch durchaus auch ein Teil der Bildung oder Ausbildung. Denn mit grosser Wahrscheinlichkeit führen diese Kinder die Arbeit ihrer Eltern auf dem Familienboden fort. Sicher ist das nicht in allen Ländern so. Nach den grossen Landreformen haben in Nicaragua jedoch sehr viel Kleinbauern eigenes Land. Vielleicht sollte ich zu diesem Thema auch einen Blog-Beitrag verfassen. Das ganze ist sehr komplex und es kommt wirklich auf die Perspektive an. Und dann gibt es natürlich auch hier klassische Kinderarbeit, was ich heute konkret auch im Bereich der Tabak-Herstellung erfahren habe.
    Herzliche Grüsse aus Nicaragua,
    Benjamin

  • Benjamin Hohlmann

    Danke lieber Johannes für das feine Feedback zu unserem Espresso! Die besuchten Kleinbauern arbeiten tatsächlich überwiegend nach Bio-Latina Standards. Die Art der Beschneidung, der Bodenbeschaffenheit und natürlich die Behandlung der Pflanzen sind alles andere als konventionell. Im Moment sammeln wir täglich so viele Eindrücke, dass ich kaum mit dem Verarbeiten (innerlich und auf Papier) hinterher komme. Herzliche Grüsse in den 1. Stock. Benjamin

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